Agility

Meine drei Hunde machen alle Agility Sport (lizensiert) und sind recht erfolgreich. Aber sie könnten unterschiedlicher nicht sein in ihrer Art, wie sie mit mir ein Team bilden oder wie versessen sie auf den Sport sind.

Larry lief mit meiner Freundin Anna (ab Januar 2017 im L3, der obersten Klasse in der Schweiz). Er ist ein super Techniker und überlegt sehr viel selber. Manchmal zuviel und wenn er dann ein bisschen ausser Rand und Band ist wird er sehr innovativ im Parcour. Das kann schon mal geschehen, wenn draussen super tolle Leckerlis locken :-) Aber zum Glück kommt es selten vor. Larry hat Spass am Parcour, aber für ihn ist das Leben auch toll ohne Agility. Das Rundherum mit den vielen Menschen und Hunden ist ihm eher lästig und er will nach den Läufen lieber gleich wieder ins Auto und verkriecht sich im Sommer im Zelt, wo er seine Ruhe hat. Für einen Spaziergang zwischendurch ist er immer zu haben. Überhaupt: Spazieren, fressen und schlafen sind im auch ganz, ganz wichtig. Und wandern! Er liebt das Wandern in den Bergen, dafür ist er jederzeit zu haben! Ich habe Larry im Oktober 2017 vom Agility pensionert. Ich möchte, dass er gesund in seinen dritten Lebensabschnitt startet und nicht noch bei einem der letzten Turniere eine Verletzung einfängt. Er ist jetzt als Oldie gemeldet und wird sicher mal das eine oder andere Turnier in der Oldieklasse bestreiten.

Nala ist sehr empfindsam. Ihr muss man den Spass an der Arbeit lassen, nicht zu viel Druck ausüben und dann gerät sie richtig in Fahrt und in Trieb. Am wichtigsten für sie sind aber immer noch die Belohnungsleckerlis, die es nach dem Parcour gibt. Sie ist geschickt und wendig, arbeitet aber nicht so gerne nach alleine nach vorne - das üben wir noch fleissig! Ich muss an mir arbeiten, dass ich das Vertrauen in Nala und in uns als Team stärken kann, dann läuft die Prinzessin fast von alleine auch sehr souverän durch die Parcours. Sie läuft im L2 (Stand Juni 2017). Agility ist für sie ein Mittel um mir zu gefallen. Sie hat solange Spass, wie es nicht zu ernsthaft wird. Im Training kann sie ganz schön aufdrehen, die Turniere sind für sie ebenfalls sehr aufregend, vor allem die Gerüche rund herum und Leckerlis die runtergefallen sind. Nala ist happy, wenn sie was machen darf und dafür belohnt wird.

Tweety ist ein Naturtalent, sozusagen ein Border im Terrier Pelz! Sie liebt es Agility zu machen. Sie ist wendig und schnell und sie arbeitet ganz selbstständig nach vorne - ich staune selber manchmal, wie sie auf grosse Distanz zu mir sicher die Hindernisse selber nimmt (Sprünge, Tunnel und sogar den Slalomeingang). Sie hat einen enormen Trieb und ein tolle Geschwindigkeit, leider liegen wir halt zeitlich oft hinter den Bordern, die einfach grösser und noch schneller sind (Tweety ist offiziell gemessen in Large, aber eben ein Grenzfall mit 43cm Risthöhe). Mit Tweety muss ich ganz schön Gas geben, aber ich vertraue ihr und weiss, dass sie extrem gut aufpasst und konzentriert ist und daher fast alles macht, was ich von ihr will! Sie hat so schnell Fortschritte gemacht, dass sie unterdessen bereits im L2 läuft mit mir (Stand Juni 2017). Ich bin so stolz auf sie! Sie hat in ihrem letzten L1 Meeting Zeiten gelaufen, die sich absolut mit der Border-Fraktion messen können.

Ausserhalb des Parcours ist sie die Ruhe selbst. Besonnen und ruhig, ohne Gebelle können wir auf dem ganzen Agility Areal rumspazieren, für sie ist das alles kein Problem. Beim Aussteigen aus dem Auto flippt sie fast aus und keift mich an: Los lege mir die Agility-Leine an, los gehen wir .... ich muss jeweils schmunzeln. Sie will einfach dabei sein und mit mir starten - mein Turbo-Terrier :-)